Liebe Männer, „Manchmal kann ich nicht entscheiden welche Musik gerade spielt. Aber ich kann darüber entscheiden, wie ich dazu tanze.“ „Manchmal wendet sich das Blatt nur, wenn ich es selber drehe.“ „Ich kann die Wellen nicht stoppen, aber ich kann lernen zu surfen.“ „Das Schicksal mischt die Karten, aber ich spiele das Spiel.“ Diese und andere Weisheiten ploppen auf, wenn man mit: „Mach das Beste daraus“ im Internet surfen geht. Das schlichte erste Fazit, das ich daraus ziehen kann: Was die Zeit bringt, kannst Du nicht in jedem Fall selbst bestimmen, du hast nicht alles im Griff! Du bist nicht in jedem Augenblick Herr des Geschehens. Der mit dem Überblick. Zweites Fazit: Du kannst allerdings manchen Dingen die eine oder andere Wendung geben. Zumindest hast Du eine Wahl ver - schiedener Alternativen. Wenn das der Fall ist, triff eine gute Entscheidung und wähle die richtige Alternative. Mach das Beste daraus! Das klingt doch ganz okay. Du bist nicht ohn - mächtig dem Lauf des Schicksals ausgeliefert. Du kannst Ent- scheidungen treffen und was die Zeit bringt, das kannst Du in gewissen Maßen selbst gestalten. Du kannst über Mittel und Wege entscheiden und Deine Chancen suchen. Zugegeben, nicht ganz so mächtig wie Chuck Norris. Der wählt stets den direkten Weg, hat alles im Griff. Zögern und Zweifeln kennt er nicht. Deshalb wählt er stets den Verzehr von Bienen, statt den Umweg über Honig aus dem Glas zu nehmen. Chuck Norris halt. Bevor diese Gedanken mit mir durchgehen, sei hier der Zusatz des Jahresthemas in Erinnerung gerufen: „Umbrüche, Aufbrüche und Chancen“. Damit ist quasi die Reset-Taste ge - drückt oder umgekehrt gesagt: doch keine Bienen essen! Es ist schon wahr. Der Draufgänger passt nicht so ganz ins Kolosserbriefgeschehen und zum Jahresthema der Männerar- beit. „Mach das Beste aus der Zeit“ zeichnet ein etwas anderes Menschen- und Mannsbild! Hier geht´s um ein Vorbild, das untadelig im Leben steht. Ein Spiegelbild, dessen Lebenswandel die Weisheit Gottes erkennbar macht. Und zwar nicht irgendwie, irgendwo, irgendwann. Der Kolosserbrief meint es ernst mit dem Vorbild und dem Lebenswandel hier und jetzt! Gemeint ist stets das tägliche, aktuelle Datum und kein Aufschieben oder Verzögern. Nicht lange auf das Meer schauen und dann mal langsam entscheiden, auf welcher Welle ich surfen will. Nix da! Hier und jetzt! Verantwortungsvoll, zuverlässig und vorbildlich. Vielleicht sogar auf die Gefahr hin, dabei aus der Rolle zu fallen. Im Hier und Heute entscheidet Mann sich, ob und wie die eigene Haltung möglicherweise das Blatt dreht und wendet. Bleib dabei für andere erkennbar, damit Gott erkennbarer wird. Wenn´s sein muss, dann heb dich ab vom Rest! Gar nicht einfach. Gerade dieser Tage, wo doch so vieles von dem, was von Bestand schien, schnell wieder zerfließt, Werte wanken und Sicheres verloren geht. Umbrüche, Aufbrüche und Chancen sind da. Sie richtig zu deuten ist nicht immer einfach. Der Kolosser- brief sagt: Sei jederzeit erkennbar und authentisch. Die Zeit sagt: Sei bedacht und behutsam in Deinen Entscheidungen! Spannend! Viel Spaß bei der Arbeit mit dem Jahresthema 2021! Euer GERD KIEFER Vorsitzender der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland
„Macht das Beste aus der Zeit“ (Kol 4,5) Umbrüche, Aufbrüche und Chancen WORT ZUM MÄNNERSONNTAG 2021
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