Liebe Männer*, liebe Leser*innen, wenn der Apostel Petrus an Pfingsten die Menschen mit den Worten „Es trifft uns ins Herz“ (Apostelgeschichte 2,37) an - spricht, dann beschreibt er damit einen Moment, den wir wohl alle kennen: Einen Augenblick, in dem wir uns plötzlich erkannt, angesprochen und vielleicht sogar erschüttert fühlen. Es ist die - ser Moment, in dem wir spüren, dass etwas uns tief berührt dass es um mehr geht als um oberflächliche Antworten, reißeri - sche Slogans oder schnelle Lösungen. Es geht um das, was uns wirklich bewegt, was uns ausmacht und was uns manchmal auch verunsichert. Genau hier setzt das Jahresthema der EKD- Männerarbeit 2026 an. Und drei Aspekte liegen uns dabei be - sonders am Herzen: Verunsicherung – wenn das Herz schwer wird Verunsicherung ist wie ein Stein, der auf dem Herzen lastet. Viele Männer kennen das Gefühl: Bin ich gut genug? Erfülle ich die Erwartungen? Wo finde ich meinen Platz? Doch gerade in diesen Momenten, wenn das Herz schwer ist, öffnet sich auch die Chance für Veränderung. Denn nur wer sich seine Verunsicherung eingesteht, kann neue Perspektiven entdecken im Gespräch mit anderen, im Gebet, im Vertrauen auf Gott. Perspektiven – wenn das Herz leicht wird Das Jahresthema möchte Männer ermutigen, ihr Herz nicht zu verschließen, sondern es als Ort der Begegnung zu begreifen. Es geht darum, sich selbst und anderen zuzuhören, sich über un - sere Herzens-angelegenheiten auszutauschen und gemeinsam nach Wegen zu suchen. Denn wenn wir uns trauen, unsere Fragen und Zweifel zu teilen, dann wird das Herz leichter und wir können erleben: Wir sind nicht allein. Einladung zur Herzensbildung Wir freuen uns über alle, die sich auf diesen Weg einlassen. Die Impulse in diesem Heft sind dazu da, um ins Gespräch zu kom - men mit sich selbst, mit anderen Männern, mit Gott. Denn wenn es uns „ins Herz trifft“, dann ist das nicht das Ende, son - dern der Beginn einer Reise. Eine Reise, auf der wir lernen, uns selbst, unseren Glauben und unseren Ort in der Welt neu zu entdecken. Das Jahresthema möchte Männer darin bestärken, ihre eigene Stimme zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen. Es will Mut machen, sich auf den Weg zu begeben auch wenn der Weg nicht immer klar ist. Denn gerade im Ungewissen können wir lernen, uns auf Gott und aufeinander zu verlassen. Die EKD-Männerarbeit versteht sich als ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Ermutigung. Dieses Arbeitsheft ist ein Baustein dafür. Es richtet sich an Männer aller Altersgruppen und Lebenssituationen ob in der Gemeinde, im Beruf oder im Ruhestand. Am Ende geht es darum, dass wir uns als Männer nicht von den Herausforderungen des Lebens überwältigen lassen, sondern dass wir sie als Chance begreifen als Chance, uns selbst und unseren Glauben neu zu entdecken. Denn wenn es uns „ins Herz trifft“, dann ist das oft der Beginn von etwas Neuem. Was persönlich gangbare, biblisch gebotene und politisch gefor - derte Wege für Männer zwischen Verunsicherung und Perspektiven sind und wie wir in der kirchlichen Männerarbeit diese Wege beschreiten können, darüber wird in diesem Werkheft nachgedacht. Den Autor*innen danke ich herzlich für ihre Texte. Und besonders danke ich Clara Happ und Jan Duensing für die grafische und redaktionelle Arbeit an diesem Heft. Wir sind froh, diese beiden neu für unser Werkheft gewon - nen zu haben. Die Beiträge sollen anregen und Lust machen, das Jahresthema in Veranstaltungen, Gruppenabenden und Gottesdiensten lebendig werden zu lassen. Allen, die sich daran beteiligen, wünsche ich angeregte Debatten und interessante neue Perspektiven. Von Herzen grüßt Ihr/Euer MARTIN TREICHEL Vorsitzender Männer in der EKD
„‚Es trifft uns ins Herz (Apostelgeschichte 2,37) Männer zwischen Verunsicherung und Perspektiven“ EINFÜHRUNG ZUM WEKHEFT 2026
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